Masters of the Universe: Revelation
Masters of the Universe: Revelation ist eine US-amerikanische Animationsserie aus dem Jahr 2021. Die Serie wurde von Kevin Smith entwickelt; er war auch als Showrunner und ausführender Produzent tätig. Sie wurde als Fortsetzung der klassischen Zeichentrickserie He-Man and the Masters of the Universe aus den 1980er Jahren konzipiert. Die Produktion übernahmen Mattel Television und Powerhouse Animation Studios. Die Veröffentlichung erfolgte weltweit über Netflix. Die erste Hälfte der Serie erschien am 23. Juli 2021, die zweite Hälfte folgte im November 2021. Insgesamt umfasst die Serie zehn Episoden.
Inhalt
Die Handlung setzt nach den Ereignissen der klassischen Zeichentrickserie an. Eternia befindet sich nach einer entscheidenden Schlacht zwischen He-Man und Skeletor in einer schweren Krise. Durch die Zerstörung der Macht von Grayskull wird das Universum bedroht und die bekannten Helden werden voneinander getrennt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht zunächst Teela, die sich auf die Suche nach der verlorenen Macht und den Geheimnissen von Eternia begibt. Dabei werden die Hintergründe verschiedener Figuren erweitert und bislang weniger behandelte Aspekte der Mythologie, darunter die Herkunft der Macht von Grayskull und die Vergangenheit Eternias, aufgegriffen.
Entstehung
Die Entwicklung der Serie wurde 2019 von Netflix und Mattel Television angekündigt. Kevin Smith übernahm die kreative Leitung als Showrunner und Executive Producer. Zu den weiteren Produzenten gehörten unter anderem Rob David, Christopher Keenan und Adam Bonnett. Die Animation wurde von Powerhouse Animation Studios umgesetzt, das zuvor unter anderem an der Netflix-Serie Castlevania gearbeitet hatte.
Die Serie entstand als Teil einer umfassenden Wiederbelebung der Marke Masters of the Universe, zu der auch neue Spielzeuglinien, Comics und weitere Animationsprojekte gehörten.
Bedeutung für Mattel
Für Mattel stellte Masters of the Universe: Revelation einen wichtigen Schritt zur erneuten Etablierung der Marke im Unterhaltungsbereich dar. Nach mehreren Jahren ohne neue große Serienproduktion sollte die Serie die ursprüngliche Fanbasis ansprechen und gleichzeitig das Franchise für ein erwachseneres Publikum weiterentwickeln.
Parallel zur Veröffentlichung brachte Mattel neue Figurenlinien heraus, darunter die Masterverse-Reihe, die sich stärker an Sammler und erwachsene Fans richtete. Die Serie war Teil der Strategie, Masters of the Universe wieder als langfristiges Medien- und Merchandising-Franchise auszubauen.
Bedeutung für Netflix
Für Netflix war die Serie Teil der Strategie, bekannte Marken mit bestehender Fangemeinde für exklusive Animationsproduktionen zu nutzen. Neben Masters of the Universe: Revelation veröffentlichte Netflix auch die jüngere Zielgruppe ansprechende CGI-Serie He-Man and the Masters of the Universe, die jedoch eine eigenständige Interpretation des Stoffes darstellt.
Marketing
Die Marketingkampagne konzentrierte sich vor allem auf die Rückkehr der klassischen Figuren und die Verbindung zur Zeichentrickserie der 1980er Jahre. Netflix veröffentlichte Trailer, Teaser und Interviews mit dem Produktionsteam. Ein Schwerpunkt der Kommunikation lag auf der Beteiligung von Kevin Smith sowie der prominenten Sprecherbesetzung.
Die englische Originalfassung verfügte über eine umfangreiche Besetzung mit bekannten Schauspielern, darunter Chris Wood als Prinz Adam/He-Man, Mark Hamill als Skeletor, Lena Headey als Evil-Lyn und Sarah Michelle Gellar als Teela.
Mattel begleitete die Veröffentlichung mit neuen Produkten und Sammlerfiguren, insbesondere aus der Masterverse-Linie.
Rezeption
Die Reaktionen auf die Serie fielen unterschiedlich aus. Positiv bewertet wurden häufig die Animation, die Sprecherleistungen, die musikalische Untermalung sowie die Erweiterung der bekannten Mythologie. Besonders Fans der ursprünglichen Serie lobten die Rückkehr zahlreicher klassischer Figuren und Elemente.
Kritik erhielt die Serie vor allem für die Veränderung der Erzählperspektive, insbesondere die stärkere Fokussierung auf Teela in der ersten Hälfte der Handlung, sowie für einzelne Entscheidungen bei der Charakterentwicklung. Teile der Fangemeinde äußerten sich enttäuscht über die Abweichungen von den Erwartungen an eine direkte Fortsetzung der 1980er-Serie.
Trotz der kontroversen Diskussion wurde die Serie als wichtiger Bestandteil der modernen Geschichte des Masters of the Universe-Franchise wahrgenommen und trug zur erneuten öffentlichen Aufmerksamkeit für die Marke bei.